Eine kurze Anektode aus der Evolution

Kurzmitteilung Gepostet am Aktualisiert am


Es war einmal ein kleines Löwenjunges, das hatte eine Frage an den Löwenvater. Stop, Löwen können doch gar nicht sprechen. Ja, das stimmt, aber stellt Euch einmal vor sie könnten es und alle Tiere noch dazu.

Afrikanische Savanne, 6.000.000 Jahre BC.

Simba zu Papa Löwe: „Warum töten wir unschuldige Tiere und warum haben sie alle Angst vor uns“? „Weil wir uns ernähren müssen und weil wir das mächtigste Raubtier sind“? „Papa, wenn du nicht mehr da bist, werde ich dann von dem nächsten Löwen der kommt getötet“. „Ja, mein Sohn. Deine Mutter wird vergewaltigt und du wirst getötet. So ist die Regel, weil jedes Löwenmännchen seine eigenen Gene weitervererben will“. „Du Papa, was sind das dort für Tiere“? „Das sind blöde Affen. Sie rennen immer weg und verstecken sich in den Bäumen, weil sie Angst vor uns haben“! „Ich habe sie beobachtet und gesehen, dass sie ihre Pfoten wie Werkzeuge benutzen. Sie haben einen langen Ast genommen und ihn in ein Loch gesteckt. Dann haben sie die Ameisen die daran klebten gefressen. Also ich fand die Idee toll“. „Weißt du mein Sohn, wir brauchen solche Pfoten nicht, denn wir haben die gefährlichsten Krallen, die es gibt“. „Ich denke sie werden irgendwann schlauer sein wie wir“! „Egal was du denkst mein Sohn wir sind die mächtigsten Raubtiere auf dem Kontinent“!

Afrikanischer Wald, 3.000.000 Jahre BC.

Monito zu Papa Schimpanse: „Warum töten Löwenmännchen, die Kinder anderer Löwen und warum töten wir auch“? „Die Löwen sind eben wilde Tiere und nicht so hoch entwickelt wie wir. Um uns ausgewogen zu ernähren, müssen wir andere Tiere töten, darüber hinaus nutzen wir aber auch die Früchte, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Zudem benutzen wir unsere Hände und unseren Verstand, um zu überleben. Das unterscheidet uns von den Löwen“. „Du Papa, wer sind eigentlich die anderen Affen, die aufrecht laufen und kein Fell mehr haben“? „Das sind dumme Menschen. Sie laufen aufrecht, damit sie lange Strecken zurücklegen können um dann in ihren Höhlen zu hausen“. „Ich habe sie beobachtet und gesehen, dass sie selbst gebaute Waffen haben, und wissen wie man Feuer macht. Ich habe auch gesehen, dass sie mit den Waffen andere Tiere töten und sie über dem Feuer garen. Außerdem benutzen sie ihre Hände noch effektiver als wir“. „Weißt du mein Sohn, wir brauchen solche Waffen nicht denn wir leben in den Bäumen und haben ein warmes Fell für die kalten Nächte“. „Papa, ich denke sie werden irgendwann schlauer sein wie wir“! „Egal was du denkst mein Junge, wir sind die schlausten Tiere im Wald“.

Eine Stadt, 20. Jahrhundert.

Sohn zum Vater: „Warum leben Affen in den Bäumen, haben ein Fell und laufen gebückt“? „Die Affen sind eben wilde Tiere. Sie brauchen ihr Fell damit sie nicht erfrieren und sie haben eben nicht gelernt aufrecht zu Laufen. Wenn sie keinen Wald hätten würden sie aussterben. Wir sind die Menschen und die höchste Entwicklungsstufe die es gibt“. „Papa, ich verstehe das wir uns ernähren müssen und deshalb auch unsere Nutztiere töten. Aber warum töten wir auch Tiere, die wir nicht zur Nahrung brauchen“? „Das ist das Privileg der Menschen, wir machen das um Nerzmäntel zu tragen oder um Geweihe an unseren Wänden aufzuhängen. Viele Produkte, die wir aus getöteten Tieren herstellen können, kommen unserem Luxus zu Gute. Wir haben unsere Lebensweise an die Industrie angepasst. Sie produziert für uns die Nahrung und hält unsere Natur im Gleichgewicht, weil sie diese besser behandelt wie wir. Wir haben den Banken die Kontrolle über uns gegeben, weil sie einfach besser rechnen können als wir. Unsere Meinungen bekommen wir von den Medien gesagt, weil sie es einfach besser wissen als wir. Wir sind sozusagen, die vollkommenen Individuen, in einem perfekten System“. „Du Papa, wer sind eigentlich diese anderen Menschen, die auf der Straße diese Transparente in die Höhe halten und mehr Rechte fordern“? „Das sind Ignoranten mein Sohn. Sie wollen nur unser steriles Leben mit all dem Luxus und Komfort zerstören. Sie wollen angeblich die Natur und die Tiere retten, dabei macht das ja schon die Industrie. Sie wollen die Unabhängigkeit von den Banken, dabei gehört ihnen doch schon alles. Und das Beste ist, sie wollen das wir selber Denken, dabei müssen wir das gar nicht!    „Ich glaube du hast recht Papa, diese anderen Menschen werden niemals besser sein wie wir“!

Der übersäuerte Ozean. Es gibt keine Zeitrechnung mehr.

Kleine Amöbe zu große Amöbe: „Ich wurde gerade kurz an die Oberfläche gespült und sah dort den dunkelgrauen Himmel. Dazu habe ich ein großes felsiges Gebilde gesehen“. „Ja kleine Amöbe, das felsige Gebilde sind nur kalte, leere Kontinente“. Sag mir große Amöbe, gibt es dort Leben“? „Nein meine kleine Amöbe, wir sind doch die höchste Entwicklungsstufe und wir können nur hier im übersäuerten Ozean überleben. Wir ernähren uns von den Bakterien und von denen gibt es reichlich. Wir haben genug zum Fressen, bis in alle Ewigkeit“. © Bruno Diaz

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Ein Gedanke zu „Eine kurze Anektode aus der Evolution

    steinzeitkurier geantwortet:
    16. November 2013 um 16:30

    Guter Beitrag!

    Gefällt mir

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