Die Terroristen der Mythologie!


„Ave Carnivora“, zwischen Wahrheit und Mythos.

732px-Kelenken[Kelenken, Terrorvogel, Patagonien]                     Auszug aus dem Roman (Love-Mails von Bruno Diaz):

„Ein Asado ist in Südamerika nicht irgendein Barbecue. Nein, es ist ein Ritual des Zusammenflusses aller Gedanken einer  Gruppe. Es ist ein Vertrauen in die soziale einheitliche Stärke und das einzigartige Erleben von Traditionen. Die Speisekarte war meistens kurz. Entweder erlegten sie Pampashasen, genannt Maras, oder sie grillten Fleisch. Es gab auch Innereien vom Rind, die sie unterwegs von Rangeros abgekauft hatten. Dazu reichte man Brot, sowie gegarte oder gekochte Maniok. Zur Krönung tranken sie am Abend edlen Rotwein von den Südhängen der Anden, der zu den Besten weltweit gehört. Auch Mate-Tee, der kalt geschlürft wird, gehört zum Ritual und ist ein ständiger Begleiter der Gauchos. Zu später Stunde, nach dem leckeren Asado, rückte man näher an das Feuer und Geschichten wurden erzählt. Rafaels Onkel Claudio hatte schon immer einen Hang zur Paläontologie und sprach öfters von der Saga des  »Ave carnivora«, einem fleischfressenden Vogel. Erwiesenermaßen bevölkerte dieser Laufvogel vor etlichen tausenden Jahren Südamerika und war das größte Raubtier jener Zeit. Gemeint ist der furchteinflößende Terrorvogel, der mit einer Größe, von bis zu 3 Metern und einem Schnabel, so groß wie ein Pferdekopf, bei jedem Hominiden Angst und Schrecken verbreitet hätte. Nun, nach dieser Saga ist dieser Riesenvogel aber nicht komplett ausgestorben, sondern geistert noch in der Steppe Patagoniens umher. Das ist der Stoff aus denen gute Geschichten gemacht sind und es jedem, der zuhört, eiskalt den Rücken herunter läuft. Immer wenn sein Onkel einer seiner Geschichten erzählte, konnte man beobachten, wie fast alle Versammelten im Schein des Feuers ehrfürchtig nach links und rechts schauten“.

kelenken_by_semiconductor-d3hp2fk[Ein Größenvergleich zum Menschen]

Die Vorstellungskraft der Menschen und die daraus folgenden Geschichten entstanden schon vor mehreren tausend Jahren. Sie bildeten die Grundlage der Mythologien so wie wir sie heute kennen. Die letzten Arten dieser flugunfähigen Laufvögel gab es nachweislich bis in das obere Pleistozän, was mit ca. 18.000 Jahre angegeben wird. Da vor 30.000 Jahren die ersten Homo Sapiens von Asien über die Alaska-Schelfeis-Brücke bis nach Südamerika vordrangen, müssten sie sich über den Weg gelaufen sein! Manche Überlieferungen der Ureinwohner deuten darauf hin, das einige Arten dieser Laufvögel damals noch existierten. Die ganz großen Terrorvögel jedoch werden in eine Zeit des mittleren Miozän (15 mio. Jahre) datiert. Das Monster unter ihnen war der „Kelenken“ und er beherrschte den Südamerikanischen Kontinent.

416px-20000_squid_holding_sailor[20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne]

Frühere Höhlenmalerein oder in Stein gemeißelte  Gravuren, lassen uns immer mehr verstehen, dass manche Mythen eben keine Fantasiegebilde waren, sondern leibhaftige Wahrnehmungen. Von der mehrköpfigen Hydra aus der griechischen Mythologie bis hin zu den Gruselgeschichten (Seemannsgarn) der Weltumsegler, entstanden etliche Sagen die man auch als wahr deuten könnte. Ob, Nessie, ob Mollusken oder Drachen, es gibt Anhaltspunkte, das es sich dabei um seltene oder ausgestorbene Tiere handelt. Alleine schon der weltweite Drachen-Mythos, der in seiner visuellen Form dermaßen variiert, dass es er einen Ursprung haben muss. Vermuten könnte man, dass altertümliche Fossilfunde von Skeletten die Fantasie der Menschen dazu anregte.

995875_541077569318485_834527128_n[mehrköpfige Cobra in Indien]

Auch kleine genetische Fehler in biologischen Strukturen führen dazu, dass die Natur auch ungewollt für Mythen sorgt. Heutzutage wissen wir wie solche kleinen Wunder enstehen können, jedoch wussten das unsere Vorfahren nicht. Für sie war es die Rache der Götter oder entflohene Elemente aus der Pandora. Wenn also die früheren Geschichten, Sagen oder Mythen, die Menschen an das Unnatürliche glauben liessen, dann ist die Geschichte der Menschheit der größte Mythos überhaupt. Um es abzurunden sei gesagt, im Hinblick auf die hiesige Medien-Welt:

„Man sollte nicht an alles Glauben was man sieht, aber auch nicht an das, was andere erzählen“.

[Autor-Steinzeit-Kurier]

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